Archiv für Februar 2009

Sommerferien!

Noch 6 Wochen bleiben mir im schoenen Kiwiland, das ist gerade mal so lange wie die frueher heiss begehrten Sommerferien. Ahhh!! Die gingen doch auch immer viel zu schnell rum!

Das Birnenpluecken und sortieren ist echt okey und die Arbeit mit der Finnin Maria mach eigentlich Spass.. manchmal sind 8 1/2 Stunden eben ein bisschen langatmig aber was solls! Immerhin kann ich mich nach der Arbeit nun ueber einen saubere Dusche freuen und ein leckeres Abendessen. Ich wohne naemlich jetzt bei Bill und seiner Frau in einem suessen Haus mit zwei Katzen und einen schoenen Garten in dem sie Gemuese anbauen. Es ist paradiesisch und die Zwei sind einfach so lieb! Es ist herrlich.. am liebsten wuerde ich laenger als 2 Wochen hier bleiben aber wie schon gesagt jetzt ist Ferienzeit!

Apfel oder Birne?!

Nachdem ich ungeplanterweise ein wenig laenger in Taupo geblieben bin habe ich mir doch noch meine Weg nach Hastings bebahnt! Gestern angekommen habe ich die natuerlichen 3 Phasen des Ankommens und Jobsuchens durchgemacht.

Phase Nummer Eins zeichnet sich durch unschlagbare Euphorie aus. Man ist happy endlich was neues zu erleben. Sich ganz sicher sofort einen Job in der naechsten Stadt zu bekommen und nicht nur das Hostel sondern auch das Staedtchen in dem man nun festhaengt ist voellig okey bis mega schoen.

Phase Nummer Zwei auessert sich dann meistens schon ziemlich schnell. Das Hostel ist doch nicht ganz so schoen wie man es sich durch Beschreibungen und Bilder ausgemalt hat und komischerweise wartet dort auch nicht der geplante Job auf dich, denn man hat ja nicht mal richtig angefangen zu suchen, es sind einfach nur die ersten Telefonate und Sms nicht fruchtbar gewesen. Also faellt man in ein Loch, man macht schon 4 stunden nach der Ankunft Plaene wie man aus dieser Stadt wegkommt und wie man die naehsten Jahre doch anders verbringt wenn das hier scheitert. Aber eigentlich heisst es sich in der zweiten Phase einfach nur zu gedulden um dann in Phase Nummer Drei zu kommen.

Die letzte meiner Drei Phasen Theorie ist dann die Erfolgstory. Man hat es doch iwie geschafft die Zeit rumzubekommen und kaum kommt man vom Einkaufen wieder wartet ein Zettel an der Zimmertuer man solle bitte ins Office kommen. Diese Nachrichten bedeuten nichts anderes als das der Job doch angekommen ist und sich eben nur nach kiwianischer Zeitrechnung etwas verspaetet hat (eigentlich wusste man das auch, aber iwie ist man trotzdem in die deutsche Verhaltensweise des Notfallplanschmiedens gekommen). Also hat man einen neuen Job mit dem Hostel wird man sich wohl nun auch vereinbaren koennen und ueberhaupt ist die Welt wieder LILA! Ja einfach schoen…

Also habe ich nun einen Job als Birnenpflueckerin oder -sortiererin je nachdem was anfaellt. Zu meinem Glueck werde ich aber statt pro RIESEN-Kiste, pro Stunde bezahlt was auch kleinen Maedels die Chance gibt sich ein weing Geld zu erarbeiten. Heute war mein erster Tag und es war echt lustig.. Nette Leute und leckere Aepfel, die Birnen waren noch nicht reif. Ich hab nen netten Chef und ein Mitarbeiter hat mir sogar angeboten aus dem Horror-Hostel zu entrinnen. Das ist naemlich wirklich schlimm mit ungefaher 50 Insulanern die jedes blonde Maedchen gleich heiraten wollen (Ich mach keine Scherze und die meisten Maedels sind aus Asien das heisst wohl eher NIE blond) und total dreckingen Duschen und Betten bin ich froh wenn ich dann doch noch die Chance habe in einer Kiwifamilie zu wohnen! Knaller was?! So nun brauch ich aber wirklich was anderes zu essen als Aepfel.. bis bald eure Birnenpflueckerin!

3 Tage im Nirgendwo und ploetzlich vorm Schicksalsberg!

Wieder in der Zivilsation angekommen (Taupo) hab ich nun endlich Luft euch zu berichten was ich alles tolles erlebt habe. Los ging es mit einer 3 Taegigen Kanutour ueber den Whanganui River und somit durch den Whanganui National Park. Wir zwei, Karen und ich, nicht besonders erfahrende Kanufahrer wurden nachdem wir alles wasserfest in unsere Tonnen verpackt hatten einfach so von unsere Vermietung in ein gruenes Boot gesetzt und auf den River geschoben. Quasi hinterher gerufen kam dann noch der Tip: “Bei Stromschnellen einfach weiterpaddeln”! Stromschnellen???!!!! Wie bitte? Ja klasse.. Dementsprechend war unsere Stimmung zu anfangs etwas gedrueckt und als dann das das erste Anzeichen eines etwas schnelleren Flusslaufes erschien hatten wir doch leichte Panik. Kaum waren wir aber durch und leider entgegend der Fahrtrichtung paddelten wir doch immernoch sitzend im Kanu und haben somit unsere erste kleine Stroemung ueberstanden, geht doch. Schnell lernten wir diese schnelleren Passagen sogar zu schaetzen, da man auch auf einem fliessenden Fluss manchmal das Gefuehl hat man bleibe EGAL wie feste man Paddelt einfach auf einer Stelle. Doch nach den ersten 31 Kilometern sind wir dann doch rechtzeitig um einen Platz in der Huette zu ergattern angekommen und konnten den Abend mit lesen, kniffeln und ganz wichtig ESSEN verbringen. Doch kaum war es dunkel hiess es nicht nur fuer uns: ab ins Bett morgen muessen wir nochmal ran!

Tag 2 gestaltete sich dann aehnlich anstregend wie der vorherige auch. Der Fluss ist an manchen Stellen immernoch nicht schneller geworden und das Paddeln war man nach einiger Zeit doch iwie leid. Das Wetter war aber tausend mal besser und anstatt im Regen konnten wir nun im Sonnenschein paddeln und ich hab mich ueber meine immer brauner werdenden Beine gefreut! Dazu bekamen wir noch Abwechslung durch einen Walk zur Bridge to Nowhere, einer Betonbruecke mitten im Regenwald. Was die da soll hab ich immernoch nicht verstanden und es sah einfach nur komisch aus. Das Anlegemanoever muessen wir jedenfalls auch noch ueben und da ich meine Flip Flops geschickterweise an der Huette vergessen hatte, blieb mir auch nichts anderes ueber al die 1 1/2 Stunden Barfuss durch den Urwald zu latschen. Aber was solls.. ich habe mich der Natur in diesen Tagen eh sehr nah gefuehlt. Bio-Kompost Toiletten und keine Duschen haben mir dabei sehr geholfen! (Ihhhhh) Am Ende des 2ten Tages wurden wir aber noch positiv ueberrascht. Die naechste Huette lag auf einem Gebiet, das nicht nur dem DOC (Department of Conversation) gehoert sondern auch den Ureinwohnern Neuseelands, den Maoris. Da eine amerikanische Christengruppe mit den Maoris eine Kanutour gebucht hatten war dort also extra viel los. Gut fuer uns denn so sind wir nicht nur in den Genuss einer traditionellen Willkommensfeier sondern auch in ganz viel leckeres Essen gekommen. Dazu haben uns die die Maorifrauen noch gezeigt wie man aus den tollen Blackstones vom Fluss mithilfe einer Pflanze ganz tolle Ketten machen konnte. Es hat sich zwar ein weing wie Kinderbetreuung angefuehlt war aber einfach wunderschoen so nah in Konakt mit einer so anderen Kultur zu kommen. Die waren einfach so super nett, gastfreundlich und herzensgut! Am liebsten waere ich noch ein paar Tage laenger geblieben… doch der letzte Tag blieb noch ueber und vor genau diesem hatten wir fast panische Angst. Denn hier lauerte die Gefahr der “etwas staerkeren Stromschnellen, bei denen ungefaehr jedes zweite Boot kentern” ja super! Nachdem ich die ganze Nacht also wachlag weil ich Alptraeume von Wasserfaellen und Sandflies (aetzenden Muecken die einen einfach nur total aufressen) hatte ging es am naechsten morgen schoen frueh los, damit wir auch mit kentern puenktlich am Ziel ankommen.

Was soll ich sagen, es war ein heiden Spass! Mit kreischen und schreien haben wir uns selbst angefeuert sind mit ach und krach paddelnd durch die “Rapids” gekommen und mussten jedesmal anhalten um das viele Wasser aus dem Kanu zu schoepfen. Aber gekenternt sind wir nicht und das macht uns immernoch Stolz wie Oskar! :-) So ging der Tag also rum und abends im Hostel angekommen wurde auch gleich das Abendteuer fuer den folgenden Tag gebucht. Das Tongario Alpine Crossing!

Morgens um 6 Uhr hiess es mal wieder Aufstehen! Ab in den Bus und los zu einer 19.4km langen Wanderung durch den Tongario National Park. Bei klarem Himmel soll es die schoenste Tageswanderung Neuseelands sein und ganz nebenbei wird man durch ganz Moordoor und am Schicksalsberg vorbei aus Herr der Ringe gefuehrt. Was soll ich sagen.. wir hatten viel Nebel! Aber es war trotzdem Atemberaubend. Ich bin warscheinlich sogar fast froh, dass wir anfangs so schlechtes Wetter hatten denn so konnte ich den Aufstieg auf 1900 Meter (von 1100m) wenigstens nicht sehen und nur in den Knochen fuehlen. Rauf ging es also die ersten 3 Stunden, am Anfang noch sachte spaeter bis auf den Red Crater, einem nicht mehr aktiven Vulkan, hiess es dann aber beinahe auf allen Vieren rauf! Es war mega anstrengend und ich habe wegen den vielen Wolken nichtmal einen Blick auf den Schicksalsberg werfen koennen ABER kaum oben, voellig fertig angekommen, wurde der Himmel immer stellenweise blau und die uns zu Fuessen liegenden Emerald Lakes haben tuerkis-gruen geleuchtet. Es war richtig urig und wie immer war die Anstrengung, der starke Wind, die eisige Kaelte und die Angst von diesem steilen Vulkan geweht zu werden sofort weg. Fast im Laufschritt sind wir den Red Crater wieder runter. Mehr rutschend als gehend ging es durch den Lavasand nach unten und es war einfach UNGLAUBLICH! Wir haben so viel gesehen und hier und da sah man Schwefel aufsteigend der aus der Erde kam. Doch kaum wollten wir weiter verschwanden die Seen auch wieder im Nebel und so konnten wir uns fuer die restlichen Kilometer losreissen. Rundherum um den Central Crater ging es dann und eigentlich wurde das Wetter immer besser, man konnte immerhin sehen wohin und wer vor einem lief. Nochmal ein bisschen Berg auf befanden wir uns dann aber eigentlich auch schoen wieder auf dem Abstieg zu einer Huette und danach zum Parkplatz. Das dies aber 4 Stunden dauern wuerde haben wir wirklich nicht geglaubt. Zu anfangs noch total gluecklich, aufgeregt und immer noch begeistert von dem was um uns herrum ist wurde uns schnell klar, dass der Abstieg auf 750 Meter ganz und garnicht schnell verlaeuft und scheinbar niemals enden wird. Vorallem der letzte Teil durch den Regenwald mit Kniehohen Stufen hat einem die letzte Kraft geraubt aber wie ihr seht hab ich es ueberlebt. Nach gut 7 Stunden 19.4 Kilometer kann ich total gluecklich zurueck blicken einen Vulkan bestiegen und einfach unbeschreibliches gesehen zu haben, nur der Musekelkater in den Beinen wird mich heute wohl noch an den unangenhemen Teil erinnern!

Extrawurst!

HAPPY BIRTHDAY MEINE LIEBE ULA! ICH HOFFE DU HAST GUT REINGEFEIERT UND PLAZT JETZT SCHON FAST WEIL DU NATUERLICH NICHT AUFHOEREN KONNTEST KUCHEN ZU ESSEN! ICH DRUECK DICH!

So..  wir sindnun im National Park Village angekommen. Gestern waren wir einen Tag in  und es ist echt eine schoene Stadt so direkt am Meer.. hat was. Am besten war aber die Ueberraschung, dass Mio zufaellig auch dort war und so haben wir uns das tolle Te Papa Museum gleich zu Dritt angesehen. Monet war der Anziehungspunkt vieler Touristen aber auch so ist dieses Museum einfach nur Top und wir haben, glaub ich,nicht mal einen Drittel dieses Giganten geschafft. Aber wir wollten eben auch noch was von der Stadt sehen und so gings natuerlich noch mit dem Cable Car (zu Ehren meines Papas) zu einem schoenen Aussichtspunkt und dem botanischen Garten. Ja es war schon schoen.. morgen gehts auf die Kanutour. Wuenscht uns gutes Wetter und ich melde mich, wenn ich wieder billigeres Internet gefunden hab! Liebe Gruesse

Mir stinkt’s!

Das Putzen nimmt in naher Zukunft sein Ende… es ist erschreckend wie viele erwachsende Menschen nicht in der Lage sind eine Klobuerste zu benutzen. Und so war ich immer sehr Froh, dass mich nur jeden zweiten Tag das Schicksal ereilt hat die verhaarten Duschen und die beschissenen Klos putzen zu muessen. An den anderen Tagen wartete dann die vollgekruemelte und verkrustete Kueche auf mich.. aber ganz im Ernst es war einfach fast nie wirklich schlimm. Eben nur manchmal!

Ehrlich gesagt will ich auch garnicht weg und stinken tuts eben auch nur zwischen 10 und 12 waehrend ich die Badezimmer in einen maerchenhaften Duft versetze und danach ist es hier einfach fabuloes! Ich habe ganz liebe und nette Menschen kennengelernt, Fahrradfreundschaft geschlossen und schon wieder tausende weitere Plaene gemacht! Wenn ihr wuesstet!

Aber erstmal heisst es jetzt das Projekt Kiwiland in seinen letzten Zuegen vollkommen zu geniessen! Wenn ich mich am Samstag morgen, viel zu frueh und natuerlich noch frueher als frueh aus dem Bett gequaelt habe und zum Flughafen fahre beginnt meine Reise auf die Nord Insel, auf der ich ja schon war aber eben nicht so richtig, Russell und Auckland zaehlen in diesem Fall nicht. Ich muss die Magie des Nordens eben noch entdecken. Und was kommt dann besser als eine Kanutour durch einen National Park? Warscheinlich nix und deshalb wird es nach einer Nacht in der Hauptstadt Wellington gleich in das Doerfchen National Park gehen um am 16. Februar (Felix ich werd an dich denken) auf den Wanganui River zu starten. 3 Tage werden Karen (die mit mir ihren verdienten Urlaub verbringt) und ich paddeln bis der Arzt kommt und uns mit einem Zelt im unzivilisierten Busch durchkaempfen! 3 Tage Wasser um uns herum und hoffentlich ganz viel Natur.. 3 Tage warscheinlich Hassattacken auf uns selbst weils so anstrengend ist und uns die Arme weh tun aber auch 3 Tage voller Spass und hoffentlich mit keiner Frau ueber Bord!

Ich freue mich total, bin aber traurig das ich nun wirklich, ernsthaft und in Echt, Christchurch verlassen muss und auch nicht mehr zurueck kommen kann… denn ich hab nur  leider nur noch knapp 2 Monate im wunderschoenen Kiwiland!

Eine Nacht In Schwarz-Weiss!

Gestern war Waitangi-Day, der Nationalfeiertags Neuseelands. Genauer wird dort die Unterschreibung eine Vertrages gefeiert von dem ich meine, dass ich nicht ganz so viel davon halte, weil die Englaender damit die Maoris (Ureinwohner Neuseelands) ein weing uebers Ohr gehauen haben. Was dort genau passiert ist lese ich aber besser nochmal nach, bevor ich iwas Falsches behaupte. Jedenfalls musste ich an diesem feierlichen Tag trotzdem 2 Stuendchen putzen und habe mich danach aber der neuseelaendischen Kultur angepasst und das verlaengerte Wochenende mit einem langen Mittagsschlaf eingeleutet!

Am Abend zuvor waren wir naemlich noch auf einem OpenAir Konzert, dem Classical Sparks im nahgeliegenden Hagley Park und mit bestimmt ueber 2000 Menschen haben wir dort auf der Wiese gesessen und dem Christchurcher Sinfonie Orchester zugehoert. Viele Kuensteler haben dort Ausschnitte von Opern oder Musicals zum Besten gegeben und gekroehnt wurde alles zum Schluss von Wilhelm Tell und einem riesigen Feuerwerk (das, so wie ich es mir sagen gelassen hab, groesser als das Neujahrs Feuerwerk war. Komisches Volk die Kiwis)! Es war unglaublich und einfach soo schoen.. Ein gelungender Einstieg zu diesem Wochenede also!

Zurueck zu gestern aber. Nach meinem ausgedehnten Mittagsschlaf und na Runde Kaffee damit ich wieder in Schwung komme haben wir auch schon angefangen uns auf den naeher kommenden Abend vorzubereiten. Auf dem Plan stand naemlich eine Abschiedsfeier (fuer die das Rusacker Hostel ja nunmal bekannt ist) und dabei leckeres Essen vom BBQ! Wir hatten eine sehr lustige Party mit vielen Verrueckten Aktionen wie in den Tropfen des Gartenschlauchs Tanzen oder grosse Fotoaktionen in Schwarz -Weiss! Es ist einfach so schoen mit den ganzen Leuten die alle so verschieden sind und trotzdem so eine menge Spass zusammen haben koennen.

Das Wochenende ist aber ja noch nicht vorbei und so ging es heute weiter in schwarz-weiss zum Strand, denn seit gestern hat sich auch die Sonne wieder rausgetraut! Rein in die Autos und ab ins Meer hiess es und auch die armen Asiaten die ich zum Fotomachen genoetigt hab, hatten wohl doch ihren Spass mit uns!

Der Sommer ist hier und ich will garnicht weg!


 

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