Nun sind Lisa und ich auch schon wieder zurueck von unserem Ausflug in den Norden. Wir haben uns ein Auto gemietet um zum einen flxibeler zu sein und zum anderen Geld zu sparen. Haeh? Lena-Logik werdet ihr sagen aber in diesem Falle stimmt es. Wenn man mit einem billigen Mietauto ueberall hinkommt und noch dazu darin uebernachtet, spart man an Buspreisen und Ausflugstouren die man sonst noch alle extra bezahlen muesste. Darueberhinaus ist man auch noch viel fexlibler und kann ueberall dort anhalten wo man moechte und das ist im Northland (so nennt sich die Region ueberhalb von Auckland) besonders wichtig. Vorallem wenn man eine Nacht im Flugzeug und Flughafen verbracht hat und nach der ersten Stunde Autofahrt einfach nur eine schoene Wiese zum schlafen sucht. Die haben wir auch gefunden und noch dazu eine sehr schoene und gemuetliche, direkt am Wasser!
Nach 2 Stuendchen Mittagsschlaf waren wir aber auch schon wieder auf Abendteuer aus und haben uns unseren Weg mit vielen Umwegen ueber Schotterwege, die natuerlich alle beabsichtigt waren, bis nach Whangarei hochgeschlaengelt! An den oeffentlichen Toiletten, direkt neben dem Infocenter haben wir es uns dann in unserem Auto gemuetlich gemacht und sind voellig erschoepft in einen tiefen Schlaf gefallen.
Tag 2 fuehrte uns nach einem Cafebesuch am Hafen gleich nach Paihia, welches ihr aus meinen vorherigen Erzaehlungen eigentlich kenne muesstet denn genau gegenueber liegt ja Russell! Dorthin sind wir auch gleich mit der Faehre um meinem lieben kleinen franzosen Ex-Boss mal hallo zu sagen. War ganz nett nur leider hat er uns nicht zum Essen eingeladen.. Waere ja auch zu schoen gewesen.
Nach einer weiteren Uebernachtung mit Meerblick startete ich dann meinen Versuch Nummer Drei in der Bay of Islands mehr als einen Delfin zu erblicken. Und was soll ich sagen… wir waren erflogreich. Hunderte Delfine schwammen nur so um unser Boot rum, dieWellen schaukelten uns ordentlich hin und her aber das war voellig nebensaechlich weil wir einfach nur von dieser Horde Delfine begeistert waren. Unsere Crew meinte auch, dass das unegwoehnlich sei, weil es einfach so viele waren. Ins Wasser konnten wir leider mal wieder nicht weil sie Babys dabei hatten aber die kleinen suessen Dinger zu sehen war schon genug! Ich war gluecklich. Wir sind noch auf nen Abstecher zum Hole In The Rock, einem riesigen Felsen mit einer Hoehle durch die das Schriff durchgefahren ist (“Die Attraktion” nebenbei!) und haben uns dann den Weg zwischen den ganzen Inselchen zurueck nach Paihia gebahnt. Kaum vom Boot huepften wir zwei auch schon wieder ins Auto, ein bisschen weiter in den Norden wollten wir dann schon noch. Es wurde dunkel, es wurde spaet und wir muede also rauf auf den Parkplatz, Sitze nach hinten und Augen zu!
Nicht wissend wo wir die letzte Nacht uebernachtet haben starteten wir in den Tag 3 und der ging mit viel Auto fahren los. Unser Ziel war jetzt das Cape Reinga mit seinem Leuchtturm, dieser steht ganz im Norden direkt an den Klippen und ist fast der noerdlichste Punkt Neuseelands. An dieser Stelle kann man auch sehen wie der Pacific Ocean auf die Tasman Sea stoesst oder umgekehrt, jedenfalls treffen die beiden Meere aufeinander! Viele Fotos reicher machten wir uns auf den Rueckweg, doch nicht ohne einen Stopp an den Giant Sand Dunes. Ich muss sagen, ich war beeindurck. Diese Sandduenen waren wirklich Gigantisch. Da kann Europa echt nicht mithalten. Wir haben uns dann doch wirklich darauf gequaelt und mit den sturmartigen Wind hatte man so manchmal neben der totalen Anstregung ein mulmiges Gefuehl herunter geweht zu werden. Oben wars natuerlich spitze und der Weg runter hat auch mega Spass gemacht! Ich wusste nicht das Neuseeland ueberhaupt Sandduenen hat und dann gleich solche.. Echt unglaublich!
Noch weiter runter ging es dann an den 90 Mile Beach der aber garnicht 90 Meilen lang ist (Kiwilogik)! Leider hat das Wetter, kaum waren wir aus dem Sand, umgeschlagen sodass dieser Strand dann doch eher der Nordsee glich!
Mit viel Sand zwischen den Zaehen ging es dann schon ziemlich muede weiter, aber mit einer Autofaehre sparten wir uns einen kleinen Umweg um noch puenktlich in einem Campingplatz einzuchecken. Wir wollten nicht nur eine heisse Dusche sondern auch mal audgestreckt im Zelt schlafen! Ein suesses kleines Plaetzchen mit ganz vielen netten Rentern die sich alle sehr fuer uns interessiert haben war dann unser Nachtquatier! Das Zelt in null komma nix aufgebaut, unter die Dusche gehuepft und gut gegessen legte ich mich dann auch schon zur Ruh und stellte nach knapp einer Stunde fest, das es im Zelt zu dieser Jaheszeit einfach viel zu kalt ist. Ohne Isomatte oder aehnliches, war der Boden so kalt wie eine Schlittschuhbahn und so verzog ich mich zurueck ins Auto, in das Lisa mir schnell folgte!
Super gut geschlafen (ich meine das ernst) haben wir uns an Tag 5 an die Kauri-Coast aufgemacht. Kauris sind Jahrhunderte alte Baumriesen die Umfaenge von ueber 16 Metern messen. Zu dem 2 Groessten haben wir uns durch den Regenwald geschlagen und waren von der Groesse und vorallem ihrer Dicke sprachlos! Um euch mal eine Vorstellung zu geben: Um den dicksten Kauri Neuseelands zu umwarmen braeuchte man 10 Lenas mit ausgestreckten Armen. Das hat mir Angst gemacht.. Entweder bin ich wirklich klein oder der Baum wirklich ganz schoen fett!
Mit diesem Highlight brachen wir dann zu unserem Rueckweg nach Auckland auf. Mit einem naechtlichen Stop in Orewa steigerte sich unsere Vorfreude auf normale Betten und leckeres Essen. Wie das Glueck so mit uns ist haben wir am letzten Abend auf Rarotonga (waehrend wir auf unser Shuttle zum Flughafen warteten) noch Cliton und zwei andere Kiwis aus Auckland kennengelernt. Beim geselligen Poker spielen hat uns der liebe Cliton natuerlich auch gleich sein zu Hause fuer die letzten Naechte in Neuseeland angeboten sodass ich den grossen Countdown weder in einem Mehrbettzimmer noch in einem Hochbett verbringen muss und dazu neuseelaendische Gastfreundschaft geniessen darf! Ich liebe Neuseeland!
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